Richtig gerösteter Rosenkohl bekommt außen knusprige Blätter und bleibt innen zart. In diesem Rezept überziehen wir ihn zum Schluss mit einer Glasur aus Waldhonig und Balsamico und geben Walnüsse für den Biss dazu.
Unser Waldhonig ist dunkel, dick und cremig. Seine malzigen Noten von Karamell, Lakritz und Trockenfrüchten passen zu den Röstaromen, ohne den Geschmack des Gemüses zu überdecken.
Warum passt Waldhonig zu diesem Rezept?
Rosenkohl entwickelt im Ofen eine leichte Bitternote und kräftige Röstaromen. Balsamico bringt Säure, während Honig die Aromen abrundet und gegen Ende der Garzeit eine dünne, glänzende Schicht bildet.
Wir verwenden unseren Waldhonig, weil sein kräftiges Profil weniger vordergründig süß wirkt als ein zarter Blütenhonig. Seine holzigen, malzigen Nuancen greifen den Geschmack der Walnüsse und des gerösteten Gemüses auf.
Zutaten für vier Personen
- 750 g Rosenkohl
- 2 EL Olivenöl
- 1½ EL Waldhonig
- 1 EL Balsamico-Essig
- 60 g Walnüsse, grob gehackt
- 4–5 Zweige Thymian
- Salz und schwarzer Pfeffer
Allergen: Dieses Rezept enthält Walnüsse. Für eine Variante ohne Walnüsse können Sie geröstete Kürbiskerne verwenden. Prüfen Sie zusätzlich die Kennzeichnung aller eingesetzten Zutaten.
Gerösteten Rosenkohl zubereiten
1. Backofen und Gemüse vorbereiten
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 190 °C Umluft vorheizen. Beschädigte Blätter entfernen, den Strunk knapp abschneiden und die Röschen halbieren. Bei Bedarf waschen und anschließend sehr gründlich trocknen: Eine trockene Oberfläche röstet besser.
2. Zunächst ohne Honig rösten
Den Rosenkohl auf einem großen Blech verteilen, Olivenöl, Salz und Pfeffer zugeben und alles vermengen. Die Hälften mit der Schnittfläche nach unten und mit etwas Abstand auflegen. 18–20 Minuten rösten.
In dieser ersten Phase kann das Gemüse Farbe annehmen, ohne dass der Honig zu lange starker Hitze ausgesetzt ist.
3. Die Glasur anrühren
Waldhonig und Balsamico in einer kleinen Schale verrühren. Ist der Honig sehr fest, die Schale kurz in lauwarmes Wasser stellen und anschließend rühren. Die Glasur soll fließen, muss aber nicht heiß sein.
4. Glasieren und fertig rösten
Das Blech herausnehmen, den Rosenkohl rasch wenden und die Glasur darüberträufeln. Walnüsse und Thymianblättchen zugeben, dann alles vermengen, sodass nur eine dünne Schicht entsteht. Weitere 6–8 Minuten rösten, bis die Ränder kräftig gebräunt sind.
Die letzten Minuten gut beobachten: Honig nimmt schnell Farbe an. Die Glasur soll glänzen und karamellisieren, aber niemals schwarz werden.
5. Sofort servieren
Abschmecken und bei Bedarf etwas Salz, Pfeffer oder einige Tropfen Balsamico ergänzen. Den Rosenkohl heiß direkt aus der Form oder auf einer vorgewärmten Platte servieren.
So wird Rosenkohl wirklich geröstet
Gründlich trocknen
Wasser zwischen den Blättern erzeugt Dampf und bremst die Bräunung. Nach dem Waschen den Rosenkohl mit einem sauberen Tuch oder Küchenpapier trocknen.
Ein ausreichend großes Blech verwenden
Die Hälften sollen das Blech berühren, sich aber nicht überlagern. Wird es zu eng, verteilen Sie den Rosenkohl auf zwei Bleche. Mehr Abstand sorgt für bessere Röstaromen.
Die Schnittfläche auf das Blech legen
Die flache Seite bietet viel Kontaktfläche und bräunt dadurch gleichmäßiger. Während des ersten Garabschnitts nicht umrühren.
Die Glasur erst spät zugeben
Honig braucht nur wenige Minuten, um das Gemüse zu überziehen und Farbe anzunehmen. Durch die späte Zugabe bewahren wir mehr von seinem Aroma und verringern das Risiko, dass die Zucker verbrennen.
Wozu passt dieses Gericht?
Der Rosenkohl ist eine gute Beilage zu Geflügel, Fisch oder einem Linsengericht. Für einen vegetarischen Teller passt er zu Selleriepüree, Vollkornreis oder Quinoa.
Als leichtere Mahlzeit können Sie ihn lauwarm auf einem Getreidesalat servieren. Etwas zerbröselter Frischkäse sorgt für Kontrast; beachten Sie dann zusätzlich das Allergen Milch.
Drei einfache Varianten
- Mit Zitrusnote: Vor dem Servieren etwas Orangenschale darüberreiben.
- Mit mehr Würze: Einen Teelöffel Senf in die Glasur rühren und das Allergen Senf berücksichtigen.
- Mit Rauchton: Den Rosenkohl vor dem Rösten mit einer Prise mildem Rauchpaprika würzen.
Aufbewahren und aufwärmen
Reste in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und zeitnah verzehren. Einige Minuten im Backofen machen die Ränder wieder etwas knuspriger als das Erwärmen in der Mikrowelle.
Die Glasur lässt sich vorbereiten, sollte aber getrennt bleiben und erst im zweiten Garabschnitt zugegeben werden.
Eine einfache Beilage mit kräftigem Honig
Der Reiz liegt im Kontrast: gut gerösteter Rosenkohl, deutliche Säure, eine dosierte Honignote und knackige Walnüsse. Unser Waldhonig gibt Tiefe, ohne aus der Beilage ein süßes Gericht zu machen.
Wenn Sie holzige, kräftige Aromen mögen, entdecken Sie unseren Waldhonig auch für Marinaden, Schmorgerichte oder zu gereiftem Käse.
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