Im Ofen verändert sich das Aroma der Trauben: Die Schale wird runzelig, der Saft konzentriert sich und die frische Säure wird milder. Zusammen mit knusprigem Sauerteigbrot, Ricotta und einem feinen Faden unseres rohen Maulbeerhonigs entsteht daraus ein unkompliziertes, ausgewogenes Gericht.
Unser Maulbeerhonig ist bernsteinfarben, blumig und fruchtig und besitzt eine leicht säuerliche Spitze. Er wird in Spanien geerntet und ist nicht pasteurisiert. In diesem Rezept geben wir ihn erst beim Servieren hinzu, damit sein Aroma neben den warmen Trauben klar erkennbar bleibt.
Ricotta-Brote mit Ofentrauben und Maulbeerhonig
Für 4 Brote · Vorbereitung: 10 Minuten · Backzeit: 18–22 Minuten
Zutaten
- 4 dicke Scheiben Sauerteigbrot
- 300 g kernlose rote oder dunkle Trauben
- 200 g Ricotta
- 1–2 EL unseres rohen Maulbeerhonigs
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL Zitronensaft
- Einige Zweige frischer Thymian
- Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- Eine kleine Prise Salz
Zubereitung
- Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Trauben waschen und gründlich trocknen. Kleine Rispen ganz lassen oder die Beeren einzeln verwenden.
- Die Trauben rösten. Mit Olivenöl, Salz und einigen Thymianblättchen auf ein Blech geben. Vorsichtig mischen und 18–22 Minuten rösten, bis die Beeren weich werden und teilweise aufplatzen.
- Den Ricotta abschmecken. Mit Zitronensaft und Pfeffer cremig rühren, aber nicht völlig glatt schlagen. Etwas Struktur hält besser auf dem Brot.
- Das Brot rösten. Die Scheiben erst kurz vor dem Anrichten goldbraun toasten.
- Belegen. Ricotta auf dem Brot verteilen, die warmen Trauben daraufsetzen und etwas von ihrem Saft darübergeben.
- Mit Honig vollenden. Eine Minute warten, dann unseren rohen Maulbeerhonig fein darüberlaufen lassen. Nach Wunsch Thymian und Pfeffer ergänzen.
Warum diese Kombination so gut funktioniert
Ofentrauben bringen konzentrierte Frucht
Die Hitze macht die Beeren weich und bündelt ihren Saft. So entsteht ein tieferes Aroma als bei rohen Trauben, ohne dass die Frische verloren geht. Zusätzlicher Zucker ist auf dem Blech nicht nötig: Der Honig setzt später den gezielten Akzent.
Ricotta bildet eine milde, cremige Grundlage
Sein zurückhaltender Geschmack lässt Trauben und Honig Raum. Zitrone bringt Frische, das geröstete Brot sorgt für den nötigen Biss.
Unser Maulbeerhonig verbindet die Aromen
Seine blumigen und fruchtigen Noten greifen den Charakter der Trauben auf. Die leicht säuerliche Spitze passt zur Zitrone und balanciert die milde Ricotta. Am besten zunächst sparsam dosieren, probieren und erst dann nachgeben.
Kleine Details mit großer Wirkung
- Trauben gut trocknen: Zu viel Wasser lässt sie eher dämpfen als rösten.
- Platz auf dem Blech lassen: So können die Beeren besser Farbe annehmen.
- Brot zuletzt toasten: Es bleibt unter dem Ricotta knusprig.
- Honig erst nach dem Backen zugeben: Sein Geschmack bleibt klar und lässt sich genauer dosieren.
- Lauwarm servieren: Sehr heiße Trauben können den Ricotta zu weich machen.
So lässt sich das Rezept abwandeln
Gehackte Walnüsse sorgen für mehr Biss. Mit einem leicht zitronigen Rucolasalat wird daraus ein kleines Mittagessen. Für einen Brunch können die Trauben vorbereitet und kurz erwärmt werden, während das Brot röstet.
Allergene: Das Rezept enthält Milch und – je nach Brot – glutenhaltiges Getreide. Mit Walnüssen kommen Schalenfrüchte hinzu.
Wenige Zutaten, ein stimmiges Ganzes
Knuspriges Brot, milder Ricotta, intensiv fruchtige Trauben und unser Honig als letzter Akzent: Jede Zutat übernimmt eine klare Aufgabe. Entdecken Sie den bernsteinfarbenen, blumig-fruchtigen Charakter unseres rohen Maulbeerhonigs.
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